Wichtigste Erkenntnisse
Generative Engine Optimization beschreibt die gezielte Optimierung von Hotelinhalten für KI-Assistenten wie ChatGPT, Google Gemini und Perplexity. Im Gegensatz zur klassischen Suchmaschinenoptimierung, die auf Ergebnislisten abzielt, entscheidet GEO darüber, ob Ihr Hotel in direkten KI-Antworten genannt und empfohlen wird – mit unmittelbarem Einfluss auf reale Buchungen.
- GEO ist die Weiterentwicklung von SEO: Während SEO Sichtbarkeit in Suchergebnissen sichert, sorgt GEO dafür, dass Ihr Hotel von KI-Systemen als vertrauenswürdige Quelle erkannt und aktiv empfohlen wird.
- Kontext und Nutzerintention stehen im Mittelpunkt: KI-Anfragen sind dialogorientiert und durchschnittlich 23 Wörter lang – Hotels müssen Inhalte entsprechend strukturieren.
- Relevanz für die Hotellerie: Mit dem Aufstieg von ChatGPT und AI Overviews hat sich die Art verändert, wie Reisende Hotels recherchieren und vergleichen.
- Direkter Einfluss auf Direktbuchungen: Hotels, die in KI-Antworten erscheinen, gewinnen einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil gegenüber Häusern, die nur auf klassische Google-Rankings setzen.
- Gäste starten ihre Reiseplanung zunehmend über KI-Chats: Wer GEO vernachlässigt, riskiert mittelfristig Sichtbarkeit und Marktanteile zu verlieren.
Dieser Artikel liefert praxisnahe Schritte für GEO im Hotel-Kontext – inklusive konkreter Beispiele, klarer Strukturen und umsetzbarer Checklisten für Ihr Marketing-Team.
Was ist Generative Engine Optimization (GEO)?
Generative Engine Optimization bezeichnet die gezielte Anpassung von Hotel-Content für generative KI-Engines wie ChatGPT, Gemini oder Perplexity. Anders als bei der klassischen Search Engine Optimization geht es nicht darum, in einer Liste blauer Links möglichst weit oben zu erscheinen. Das Ziel von GEO ist es, dass Ihre Marke in synthetisierten KI-Antworten aktiv genannt, verlinkt und empfohlen wird.
Der entscheidende Unterschied: GEO stützt sich stärker auf Kontext, dialogorientierte Sprache, echte Nutzerintention und messbare Inhaltsqualität als auf reine Keyword-Dichte. Wenn ein potenzieller Gast fragt „Wellnesshotel in Tirol mit 4 Sternen und beheiztem Außenpool”, analysiert die KI nicht nur einzelne Suchbegriffe, sondern versteht die gesamte Anfrage und synthetisiert eine passende Antwort aus verschiedenen Quellen.
GEO strukturiert Inhalte so, dass KI-Modelle sie leicht „lesen”, verstehen und als vertrauenswürdige Quelle einordnen können. Das bedeutet: klare Abschnitte, gut strukturierte FAQ-Bereiche, konsistente Daten und maschinenlesbare Informationen. Hotels, die ihre Website so aufbereiten, werden von KI-Systemen bevorzugt herangezogen, wenn Menschen nach Reiseempfehlungen fragen.
Ab 2024/2025 wird GEO zu einem echten Wettbewerbsfaktor in der Hotellerie. KI-Assistenten werden zur neuen Einstiegsseite in die Gästereise – und wer dort nicht auftaucht, verliert potenzielle Buchungen, bevor der Gast überhaupt die Hotelwebsite besucht.
Von klassischer SEO zu GEO: Wie sich die Online-Sichtbarkeit verändert
Die Entwicklung der Online-Sichtbarkeit lässt sich in drei Phasen unterteilen. Von 2005 bis etwa 2015 dominierte die keyword- und meta-tag-zentrierte SEO: Wer die richtigen Begriffe oft genug auf seiner Website platzierte und genügend Backlinks sammelte, stieg in den Suchergebnissen auf. Ab 2015 begann Google mit Technologien wie RankBrain, die semantische Suche und echte Nutzerintention stärker zu gewichten – plötzlich zählte Qualität mehr als reine Quantität.
Mit dem Aufkommen großer Sprachmodelle wie GPT-3 im Jahr 2020 und dem öffentlichen Start von ChatGPT Ende 2022 begann die dritte Phase: die KI-gestützte Suche. Heute liefern generative Engines wie AI Overviews, Perplexity und ChatGPT Search synthesierte Antworten, anstatt nur Links aufzulisten. Diese Entwicklung markiert den Ursprung von GEO als notwendige Anpassung.
Wichtig zu verstehen: SEO bleibt die Basis. Technische Grundlagen wie Indexierung, Ladezeit, mobile Optimierung und saubere On-Page-Strukturen sind weiterhin unverzichtbar. GEO baut darauf auf und ergänzt die nächste Stufe für KI-Sichtbarkeit. Der Unterschied lässt sich so beschreiben: SEO sorgt für Sichtbarkeit in Ergebnislisten, GEO sorgt dafür, dass Ihr Hotel als direkte Antwort in einem Chat-Verlauf ausgewählt wird.
Ein praktisches Beispiel verdeutlicht das: Ein Hotel, das 2021 nur auf Google für „Hotel in Mayrhofen buchen” optimiert hat, muss 2025 zusätzlich für Fragen an ChatGPT und Gemini optimiert sein – etwa für die Anfrage „Empfiehl mir ein gemütliches Familienhotel in Mayrhofen mit Halbpension und Kinderbetreuung”.
Der „Gewinner nimmt viel”-Effekt wird bei GEO noch deutlicher als bei klassischer SEO. Während Google zehn oder mehr Ergebnisse auf der ersten Seite anzeigt, nennen KI-Antworten oft nur zwei bis vier Hotels. Wer dort nicht erscheint, existiert für diesen Gast nicht.
Wie generative KI-Engines funktionieren – und was das für Hotels bedeutet
Generative Engines nutzen große Sprachmodelle, um Antworten in natürlicher Sprache zu erzeugen. Diese Modelle wurden auf riesigen Textmengen trainiert und können zusätzlich aktuelle Webquellen heranziehen, um ihre Antworten zu fundieren. Für Hotels bedeutet das: Sowohl die langfristige Online-Reputation als auch aktuelle, gut gepflegte Inhalte beeinflussen, ob und wie ein Haus empfohlen wird.
Die relevantesten Systeme für die Hotelbranche sind:
- ChatGPT (inkl. ChatGPT Search): Konversationeller Assistent mit wachsender Nutzung für Reiseplanung
- Google Gemini (inkl. AI Overviews): Direkt in die Google-Suche integriert, erreicht Millionen Nutzer
- Perplexity: Fokussiert auf quellenbasierte, faktenorientierte Antworten
- Hotelrelevante Integrationen: Google Hotels, Tripadvisor, Metasuchmaschinen, die zunehmend mit KI-Funktionen erweitert werden
Diese Engines ziehen Hotelinformationen aus verschiedenen Quellen: der Hotelwebsite, dem Google Business Profile, Bewertungsportalen wie Tripadvisor und HolidayCheck, Metasuchen, Presseberichten und Verbandsseiten. Die Klarheit, Konsistenz und Vertrauenswürdigkeit dieser Quellen bestimmt, ob ein Hotel in einer KI-Antwort auftaucht.
GEO bedeutet daher auch, den gesamten digitalen Fußabdruck eines Hotels zu betrachten – nicht nur die eigene Website, sondern alle Orte im Netz, an denen Informationen über Ihr Haus existieren.
Arten generativer Engines: Trainingsbasiert, suchbasiert, hybrid
Für eine effektive GEO-Strategie ist es hilfreich zu verstehen, wie unterschiedliche Systeme funktionieren.
Trainingsbasierte Systeme wie reine LLM-Versionen von Claude oder Llama basieren primär auf ihren Trainingsdaten. Diese Modelle werden durch die langfristige Online-Reputation eines Hotels beeinflusst – Erwähnungen in Reisemagazinen, Blogs, Verbandsportalen und anderen Publikationen der letzten Jahre fließen in ihr „Wissen” ein. Für Hotels bedeutet das: Kontinuierliche Pressearbeit und Präsenz auf relevanten Plattformen zahlen sich langfristig aus.
Suchbasierte Systeme wie AI Overviews oder Perplexity ziehen aktiv aktuelle Webseiten heran, bevor sie eine Antwort generieren. Hier wirkt klassische SEO direkt auf KI-Antworten: strukturierte Hotel-Seiten, schnelle Ladezeiten, mobile Optimierung und klare Inhalte werden bevorzugt herangezogen. Wer hier seine Hausaufgaben gemacht hat, profitiert sofort.
Hybride Systeme wie Google Gemini oder ChatGPT mit Webzugriff kombinieren Basiswissen aus dem Training mit Echtzeitdaten aus dem Web. Hotels müssen sowohl solide SEO als auch aktuelle, gut gepflegte Inhalte liefern, um berücksichtigt zu werden. Ein veraltetes Winterangebot 2023 auf der Website kann dazu führen, dass die KI das Hotel als nicht aktuell einstuft.
Die Konsequenz für Ihre GEO-Strategie: Planen Sie Maßnahmen so, dass sie für alle drei Typen sinnvoll sind – kombinieren Sie langfristige Reputationsarbeit, technische SEO und aktuelle Inhalte.
RAG (Retrieval Augmented Generation) einfach erklärt
RAG steht für Retrieval Augmented Generation und beschreibt einen Mechanismus, bei dem ein Sprachmodell mit einer Live-Suche in externen Quellen kombiniert wird. Die KI „holt” sich Inhalte aus dem Web, bevor sie eine Antwort generiert – ähnlich wie ein Mensch, der vor einer Empfehlung kurz recherchiert.
Ein konkretes Beispiel: Ein Gast fragt 2025 „Welche 4-Sterne-Hotels in Mayrhofen bieten Halbpension und Erwachsenen-Spa?” Die KI durchsucht daraufhin Hotelwebsites, Google Hotels, Bewertungsportale und weitere Quellen, extrahiert relevante Informationen und kombiniert diese zu einer Antwort.
Hotels mit klar strukturierten, aktuellen Seiten werden eher als Quelle genutzt. Eine separate Unterseite „Adults-Only-Spa” mit eindeutigen Fakten zu Öffnungszeiten, Inklusivleistungen und Buchungsbedingungen ist für RAG deutlich attraktiver als ein versteckter Hinweis in einem langen Fließtext.
GEO bedeutet in diesem Kontext, Inhalte so aufzubereiten, dass sie für RAG attraktiv und eindeutig sind: klare Fakten, keine Widersprüche zwischen verschiedenen Quellen, aktuelle Angebote mit konkreten Daten.
Ein wichtiger Nebeneffekt: RAG reduziert Fehlinformationen, sogenannte Halluzinationen. Hotels, die ihre Daten konsequent pflegen, werden nicht nur häufiger, sondern auch korrekter erwähnt – und vermeiden so peinliche Situationen, wenn Gäste mit falschen Erwartungen anreisen.
GEO für Hotels: Konkrete Optimierungsansätze
Dieser Abschnitt ist praxisorientiert und zeigt, wie Hotels ihre Inhalte ab 2024/2025 GEO-fit machen können. Die folgenden Handlungsfelder lassen sich als Checkliste nutzen und Schritt für Schritt intern abarbeiten.
Der wichtigste Grundsatz: GEO denkt immer zweigleisig. Erst der Mensch – klare, nützliche Informationen für echte Gäste. Dann die Maschine – Struktur, Markup, Datenkonsistenz für KI-Systeme. Inhalte, die nur für Menschen geschrieben sind, werden von KI schlecht verstanden. Inhalte, die nur für Maschinen optimiert sind, wirken auf Menschen unnatürlich.
Viele dieser Maßnahmen sind ohne kompletten Website-Relaunch umsetzbar: neue FAQ-Bereiche, strukturierte Angebotsseiten, technische Ergänzungen im Hintergrund.
Natürliche, dialogorientierte Sprache verwenden
KI-Assistenten werden mit Alltagsfragen gefüttert. Reisende fragen nicht „Hotel Familienfreundlich Salzburg”, sondern „Wo finde ich ein Familienhotel mit Kinderbetreuung in Salzburg?” Hotels sollten diese natürliche Sprache in ihren Texten spiegeln.
Empfehlungen für die Umsetzung:
- Greifen Sie typische Gäste-Fragen wörtlich auf: „Wo kann ich kostenlos parken?”, „Gibt es vegane Optionen beim Frühstück?”, „Ist der Pool beheizt?”
- Formulieren Sie kurze, klare Sätze ohne unnötigen Fachjargon
- Bewahren Sie dabei Ihre authentische Markenstimme – dialogorientiert heißt nicht unprofessionell
- Gestalten Sie einen eigenen Bereich „Häufige Fragen” in Dialogform, den KI-Engines leicht als Frage-Antwort-Struktur erkennen
Diese dialogorientierten Inhalte sind besonders ab 2024 für KI-Chats relevant, da sie passende Snippets für Antworten liefern. Die Princeton-Studie zu GEO zeigte, dass flüssig formulierte Inhalte die Sichtbarkeit um 10-40% verbessern können.
Inhalte klar strukturieren
GEO verlangt eine saubere Gliederung: eindeutige Überschriften, logischer Seitenaufbau, einzelne Themen pro Unterseite. Eine Seite, die gleichzeitig Wellness, Tagungen und Familienangebote behandelt, ist für KI-Systeme schwerer zu verarbeiten als drei separate, fokussierte Seiten.
Praktische Empfehlungen:
- Nutzen Sie strukturierte Elemente: Bullet-Listen für Inklusivleistungen, klar abgegrenzte Abschnitte für Öffnungszeiten, Preise, Stornobedingungen
- Führen Sie wichtige USPs pro Zielgruppe in eigenen Abschnitten auf (Biker, Wanderer, Geschäftsreisende, Familien)
- Achten Sie auf „Maschinenlesbarkeit”: klare Datenpunkte, keine versteckten Informationen in PDFs oder nur in Bildern
KI-Engines können strukturierte Inhalte leichter extrahieren und in ihren Antworten zusammenfassen. Ein Hotel mit einer klaren Unterseite „Familienangebote” inklusive Aufzählung der Kindereinrichtungen wird bei der Anfrage „Familienhotel mit Kinderbetreuung” eher empfohlen als ein Haus, das diese Informationen im Fließtext versteckt.
Maschinenlesbare Hotel-Daten bereitstellen
Strukturierte Daten nach Schema.org sind ein mächtiges Werkzeug für GEO. Diese maschinenlesbaren Markup-Formate helfen KI-Systemen, Ihre Inhalte eindeutig zu verstehen.
Relevante Schema-Typen für Hotels:
Schema-Typen für strukturierte Daten sind essenziell, damit KI-Systeme die Inhalte Ihrer Hotelwebsite richtig verstehen und verarbeiten können. Dazu gehören grundlegende Informationen zum Hotel und dessen Angeboten, wie zum Beispiel der Schema-Typ "Hotel" oder "LocalBusiness" für die Basisdaten. Angebote und Pauschalen sollten mit dem Schema-Typ "Offer" ausgezeichnet werden, während Veranstaltungen im Haus mit "Event" markiert werden können. Ein Bereich mit häufig gestellten Fragen lässt sich durch den Schema-Typ "FAQPage" strukturieren, und Gästebewertungen sollten mit dem Typ "Review" versehen werden. Wichtig sind auch Angaben zu den Öffnungszeiten, insbesondere für das Restaurant oder den Spa-Bereich, die mit dem Typ "OpeningHours" erfasst werden.
Pflegen Sie folgende Datenpunkte sauber: Adresse, Telefonnummer, E-Mail, Check-in/Check-out-Zeiten, Zimmerkategorien, Preise „ab”, Inklusivleistungen.
Konsistenz über alle Plattformen hinweg ist essenziell. Wenn die Check-in-Zeit auf der Website „ab 14:00 Uhr” und bei Google Business „ab 15:00 Uhr” lautet, wird die KI unsicher – und empfiehlt im Zweifel ein anderes Hotel.
Ein praktischer Tipp: Führen Sie ein- bis zweimal pro Jahr ein Daten-Audit durch (z.B. Frühjahr und Herbst), um alle Einträge auf Konsistenz zu prüfen.
Vertrauen und Reputation sichtbar machen
KI-Engines achten stark auf Signale für Vertrauenswürdigkeit. Bewertungen, Presseberichte, Auszeichnungen, Zertifizierungen und seriöse Backlinks fließen in die Entscheidung ein, welche Hotels empfohlen werden.
Konkrete Maßnahmen:
- Integrieren Sie echte Gästebewertungen prominent auf Ihrer Website
- Pflegen Sie Bewertungen aktiv auf Google, Tripadvisor, HolidayCheck und den wichtigsten OTAs
- Führen Sie einen Bereich „Auszeichnungen & Partner”: Verbandsmitgliedschaften, Nachhaltigkeitssiegel, regionale Tourismusverbände
- Machen Sie Ihr Team sichtbar: Hoteldirektion, Guest Relations, Küchenchef – personalisierte Darstellung erhöht Glaubwürdigkeit
Die Princeton-Studie zeigte, dass Zitat-Ergänzungen von Experten die Sichtbarkeit um 30-115% steigern können. Für Hotels kann das bedeuten: Ein Zitat vom Küchenchef zur regionalen Küche oder vom Spa-Leiter zum Wellnesskonzept macht Inhalte zitierwürdiger.
Lokale und thematische Relevanz stärken
Viele KI-Anfragen sind lokal und themenspezifisch: „Wellnesshotel im Zillertal für Paare”, „Seminarhotel in Wien mit Parkplätzen”, „Familienhotel am Ossiacher See”.
Empfehlungen zur Stärkung der lokalen Relevanz:
- Binden Sie lokale Begriffe gezielt ein: Regionen, Orte, Skigebiete, Thermen, Wanderwege, nahegelegene Sehenswürdigkeiten
- Pflegen Sie Ihr Google Business Profile mit aktuellen Fotos, Angeboten und Öffnungszeiten
- Legen Sie saisonale Inhalte an: Winterangebote 2024/2025, Sommer-Familienpakete 2025
- Benennen Sie Zielgruppen klar: Adults Only, Familienhotel, Bikehotel, Tagungshotel
Eine klare Positionierung erhöht die Chance, in spezifischen KI-Fragen aufzutauchen. Ein Hotel, das sich als „Bikehotel im Zillertal” positioniert und dies auf einer eigenen Unterseite mit Tourenvorschlägen, Werkstatt-Service und E-Bike-Verleih dokumentiert, wird bei entsprechenden Anfragen bevorzugt empfohlen.
KI-Tools für GEO gezielt nutzen
Hotels können KI-Tools nutzen, um GEO-Maßnahmen schneller umzusetzen. Diese Technologie muss nicht teuer oder komplex sein.
Praktische Anwendungen:
- Alt-Text-Generierung: KI-gestützte Beschreibungen für Zimmer- und Spa-Bilder, die gleichzeitig Barrierefreiheit und KI-Sichtbarkeit verbessern
- FAQ-Erstellung: Tools, die aus Buchungsanfragen und Gästefragen neue FAQ-Einträge ableiten
- Textüberarbeitung: Bestehende Inhalte dialogorientierter und strukturierter formulieren
- Chatbots auf der Website: Erfassen Anfragen in natürlicher Sprache und liefern wertvolle Insights für GEO-relevante Fragen
Wichtig: Menschliche Kontrolle bleibt Pflicht. Alle KI-generierten Inhalte sollten von einem Hotelmitarbeiter freigegeben werden, um Fehler, falsche Versprechen oder juristische Risiken zu vermeiden.
Ein pragmatischer Ansatz: Starten Sie mit einem Fokusbereich (z.B. FAQ-Bereich 2024/2025 neu aufbauen) und rollen Sie weitere Bereiche schrittweise GEO-optimiert aus.
Praxisbeispiele: Wie GEO die Gästereise im KI-Zeitalter beeinflusst
Die klassische „Customer Journey” – Suche, Vergleich, Buchung, Aufenthalt, Nachbetreuung – verändert sich durch KI-Assistenten fundamental. Reisende starten ihre Planung zunehmend im Chat statt in der Google-Suche. Dieser Abschnitt zeigt, wie GEO in jeder Phase wirkt.
Inspiration & Suche: Start im KI-Chat
Ein typisches Szenario 2025: Ein Gast aus Deutschland fragt im März bei ChatGPT: „Empfiehl mir ein 4-Sterne-Wellnesshotel in Mayrhofen mit Halbpension für ein Wochenende im Januar 2026.”
Die KI durchsucht verschiedene Quellen und synthetisiert eine Antwort. Hotels mit klaren Wellness-Beschreibungen, gepflegten Angeboten und konsistenten Daten in Google Hotels und Metasuchmaschinen werden bevorzugt vorgeschlagen.
Entscheidende GEO-Faktoren in dieser Phase:
- Alleinstellungsmerkmale klar kommunizieren: Adults-Only-Spa, Panorama-Sky-Pool, Ski-in/Ski-out
- Strukturierte Angebotsseiten mit aktuellen Saisonpaketen
- Maschinenlesbare Daten zu Preisen, Inklusivleistungen, Verfügbarkeit
Dies ist oft der einzige Moment, in dem ein Hotel in die engere Auswahl gelangt. GEO entscheidet, ob Sie überhaupt „ins Gespräch” kommen.
Vergleich & Auswahl
Nach der ersten KI-Empfehlung vergleichen Gäste Preise, Leistungen und Bewertungen. Sie nutzen Google Hotels, Metasuchmaschinen oder besuchen direkt die Hotelwebsite.
GEO bedeutet hier, alle Kanäle technisch und inhaltlich sauber zu synchronisieren. Konsistente Raten und Verfügbarkeiten – idealerweise über einen Channel Manager gesteuert – sorgen dafür, dass KI-Antworten und reale Angebote übereinstimmen.
Ein kritisches Beispiel: Die KI nennt ein Winter-Special 2025, das auf der Website nicht mehr auffindbar ist. Das Vertrauen leidet, der Gast springt ab. GEO verlangt saubere Übergänge und aktualisierte Inhalte.
Stellen Sie USPs klar vergleichbar dar:
- „Kostenlose Parkplätze”
- „Skipass im Preis enthalten”
- „Late Check-out bis 13:00 Uhr”
So können KI und Mensch Unterschiede schnell erkennen.
Buchung & Abschluss
KI-Assistenten schlagen immer häufiger Direktbuchungswege vor: „Buche direkt auf der Hotelwebsite für den besten Preis.” GEO betrifft daher auch die Buchungsstrecke.
Anforderungen an eine GEO-optimierte Booking-Engine:
- Mobiloptimiert und schnell
- Klare Schritte mit wenigen Eingabefeldern
- Vertrauenssignale (SSL, bekannte Zahlungsanbieter)
- Direkte Landingpages für typische KI-Anfragen
Ein Beispiel: Eine Landingpage „Wellness-Wochenende im Zillertal – 2 Nächte, Halbpension, Zugang zum Spa” mit direkter Buchungsmöglichkeit wird von KI-Systemen bevorzugt verlinkt.
Hotels mit klarer Direktbuchungs-Argumentation (Bestpreis, flexible Stornierung, exklusive Extras) werden sowohl von KI als auch von Nutzern bevorzugt. Prüfen Sie regelmäßig Conversion-Daten und Abbruchraten, um GEO-Maßnahmen laufend zu optimieren.
Aufenthalt & Nachbetreuung
GEO endet nicht mit der Buchung. Zufriedene Gäste erzeugen Bewertungen, Erwähnungen in sozialen Medien und neue Signale, die KI-Engines zukünftig berücksichtigen.
Empfehlungen für die Nachbetreuung:
- Bitten Sie aktiv um Bewertungen auf Google, Tripadvisor und relevanten OTAs
- Nutzen Sie automatisierte Gästekommunikation, um wertvolle Fragen zu erfassen
- Leiten Sie häufige Fragen in neue GEO-optimierte FAQ-Einträge über
Ein Beispiel: Wenn viele Gäste nach Shuttle-Services fragen, sollte das Hotel eine klare Informationsseite und FAQ-Antwort erstellen. Diese wird von KI-Engines aufgegriffen und in zukünftige Antworten integriert.
So entsteht ein kontinuierlicher GEO-Kreislauf: Inhalte → Buchungen → Erfahrungen → Bewertungen → neue Inhalte.
Schritt-für-Schritt-Plan: GEO im Hotel einführen
Viele Hotels haben begrenzte Ressourcen. Ein realistischer, mehrstufiger GEO-Fahrplan ist daher wichtiger als der Versuch, alles gleichzeitig umzusetzen. Die folgenden Schritte können nacheinander abgearbeitet werden – innerhalb von 3 bis 9 Monaten lässt sich GEO pragmatisch etablieren.
Externe Partner wie Agenturen oder Technologieanbieter können unterstützen, aber internes Verständnis bleibt entscheidend. Ihr Team sollte verstehen, warum GEO wichtig ist und wie die Maßnahmen zusammenwirken.
Schritt 1: Bestandsaufnahme der KI-Sichtbarkeit
Im ersten Quartal (z.B. Q2 2025) empfiehlt sich ein einfaches „AI Visibility Audit”. Führen Sie Abfragen in ChatGPT, Gemini und Perplexity mit typischen Suchszenarien Ihres Hauses durch.
Beispielfragen zum Testen:
- „Bestes Familienhotel am [See/Region]”
- „4-Sterne-Hotel mit Wellness in [Ort]”
- „Tagungshotel in [Stadt] mit Parkplatz”
- „Romantisches Wochenende in [Region] mit Halbpension”
Dokumentieren Sie die Ergebnisse:
- Wo wird Ihr Hotel genannt?
- Welche Wettbewerber erscheinen?
- Welche Quellen werden von der KI zitiert?
Diese Analyse bildet die Basis für GEO-Prioritäten: Lücken erkennen, fehlende FAQ identifizieren, schwache Präsenz auf wichtigen Portalen aufdecken. Wiederholen Sie diese KI-Sichtbarkeitsprüfung mindestens einmal jährlich.
Schritt 2: Daten und Profile bereinigen
Vereinheitlichen Sie alle Stammdaten: Name, Adresse, Telefonnummer, Domain, Check-in/Check-out, Zimmerkategorien, Preispolitik.
Prüfen Sie systematisch:
- Hotelwebsite
- Google Business Profile
- Große OTAs (Booking.com, Expedia)
- Regionale Tourismusverbände
- Bewertungsportale (Tripadvisor, HolidayCheck)
Unstimmigkeiten wie falsche Öffnungszeiten, veraltete Fotos oder alte Angebotsnamen irritieren KI-Systeme und schwächen Ihre GEO-Position.
Definieren Sie eine verantwortliche Person im Hotel, die einmal pro Quartal alle Einträge prüft und aktualisiert. Channel Manager und Metasearch-Tools helfen zusätzlich, Raten und Verfügbarkeiten konsistent zu halten.
Schritt 3: Inhalte GEO-gerecht überarbeiten
Beginnen Sie mit den wichtigsten Umsatztreibern: Startseite, Zimmerseiten, Wellness/SPA, Tagungen, Familienangebote, Pauschalen.
Prüfen Sie jede Seite auf:
- Klare, dialogorientierte Sprache
- Strukturierte Aufzählungen
- Eindeutige USPs
- Aktuelle Saisoninformationen
- Sichtbaren FAQ-Bereich
Formulieren Sie Alt-Texte für wichtige Bilder inhaltlich aussagekräftig, nicht generisch: „Doppelzimmer mit Bergblick und Balkon im Zillertal” statt „Zimmer”.
Versehen Sie jede überarbeitete Seite mit einem Datum der Aktualisierung, um Aktualität zu signalisieren.
Schritt 4: Technische GEO-Basis schaffen
Arbeiten Sie gemeinsam mit Ihrer Agentur oder IT-Dienstleister an den technischen Grundlagen:
Wichtige technische Maßnahmen für eine erfolgreiche GEO-Optimierung sind unter anderem eine Ladezeit der Website von unter 3 Sekunden, eine vollständige Optimierung für mobile Endgeräte sowie der Einsatz von HTTPS auf allen Seiten für maximale Sicherheit. Die URL-Struktur sollte sauber und sprechend gestaltet sein, damit sowohl Nutzer als auch KI-Systeme die Seiteninhalte gut erfassen können. Ebenso unverzichtbar sind strukturierte Daten (Schema-Markup) auf den wichtigsten Seiten, um maschinenlesbare Informationen bereitzustellen. Schließlich müssen eine gepflegte XML-Sitemap und eine korrekt konfigurierte robots.txt-Datei sicherstellen, dass Suchmaschinen und KI-Systeme die Website effizient crawlen und indexieren können.
Eine stabile, moderne Buchungs-Engine mit klaren Parametern unterstützt nicht nur die Conversion, sondern auch GEO. Bei Website-Relaunches ab 2025 sollten GEO-Anforderungen explizit im Briefing verankert werden.
Schritt 5: Monitoring, Tests und laufende Verbesserung
Definieren Sie wichtige KPIs für Ihr GEO-Monitoring:
- Anteil Direktbuchungen
- Anfragen über Website-Formular
- Sichtbarkeit in KI-Antworten (stichprobenartig geprüft)
- Organischer Traffic
GEO ist ein kontinuierlicher Prozess. Neue KI-Funktionen wie erweiterte Gemini-Features oder ChatGPT-Integrationen in Reiseportale erfordern laufende Anpassung.
Testen Sie regelmäßig neue Fragen in KI-Assistenten, besonders nach inhaltlichen Änderungen oder neuen Kampagnen. Fragen Sie Gäste aktiv, wie sie auf das Hotel aufmerksam wurden – „über KI-Assistent” als Antwortoption kann wertvolle Daten liefern.
Hotels, die früh mit GEO starten, bauen langfristig einen Vorsprung in Sichtbarkeit und Direktbuchungen auf. Branchenberichte prognostizieren, dass Hotels, die GEO ignorieren, bis zu 40% Traffic-Einbußen riskieren, wenn KI-Plattformen weiter an Bedeutung gewinnen.
FAQ zu Generative Engine Optimization (GEO) für Hotels
Brauche ich GEO, wenn ich bereits eine gute SEO-Agentur habe?
Ja, denn SEO bleibt die Basis – Technik, Inhalte, Backlinks sind weiterhin wichtig. GEO ergänzt diese Arbeit um die KI-Perspektive. Viele SEO-Maßnahmen helfen auch für GEO, aber zusätzliche Schritte sind nötig: dialogorientierte Inhalte, strukturierte FAQ-Bereiche, KI-spezifische Tests in ChatGPT und Gemini. Sprechen Sie mit Ihrer Agentur darüber, ob sie GEO-Kompetenz mitbringt oder aufbauen kann.
Wie schnell kann ich erste Effekte von GEO sehen?
Erste Veränderungen in KI-Antworten sind oft innerhalb von 2-3 Monaten sichtbar, wenn Inhalte und Datenqualität deutlich verbessert werden. Starke Resultate – etwa häufige Nennung in KI-Empfehlungen bei relevanten Anfragen – benötigen häufig 6-12 Monate, je nach Wettbewerbsumfeld und Umfang der Maßnahmen. Geduld zahlt sich aus, da KI-Systeme Zeit brauchen, um neue Inhalte zu indexieren und zu bewerten.
Ist GEO auch für kleine Hotels sinnvoll, oder nur für große Ketten?
GEO ist besonders für unabhängige Häuser und kleine Hotelgruppen relevant. KI-Assistenten geben oft nur wenige, aber sehr passende Empfehlungen aus – hier kann ein gut positioniertes Boutique-Hotel neben großen Marken bestehen. Wer sich klar positioniert (Familienhotel, Adults Only, Bikehotel) und seine Inhalte sauber strukturiert, hat reelle Chancen auf Sichtbarkeit ohne großes Marketingbudget.
Muss ich dafür eigene KI-Tools kaufen?
Nicht zwingend. Viele GEO-Schritte lassen sich mit bestehenden Ressourcen, einem CMS und kostenlos zugänglichen KI-Assistenten für Tests umsetzen. Spezialisierte Tools können helfen – etwa bei Alt-Texten, FAQ-Erstellung oder Analyse von Gästefragen – sind aber Ergänzung, nicht Voraussetzung. Starten Sie mit den Bordmitteln und investieren Sie gezielt, wenn der Bedarf klar wird.
Besteht das Risiko, dass KI falsche Informationen über mein Hotel verbreitet?
Ja, das kann passieren, vor allem bei veralteten oder widersprüchlichen Daten im Netz. GEO reduziert dieses Risiko deutlich, indem Daten, Inhalte und Profile konsequent gepflegt und vereinheitlicht werden. Zusätzlich empfiehlt sich regelmäßiges Monitoring von KI-Antworten, um Fehler frühzeitig zu erkennen. Korrekturen in den Quellsystemen – Website, Google Business Profile, Bewertungsportale – wirken sich nach und nach auch auf KI-Antworten aus.
Sie haben noch weitere Fragen?
Dann kontaktieren Sie uns gerne. Wir freuen uns darauf, Sie persönlich kennenzulernen.

