Einführung: Warum Leadgenerierung im Hotel heute unverzichtbar ist
Ein Familienhotel in Tirol, ein Boutique-Hotel in Berlin, ein Wellnesshotel im Allgäu – alle kämpfen mit denselben Herausforderungen: Saisonlücken im Buchungskalender sowie steigende Provisionen an Booking.com und Expedia. Was wäre, wenn es einen Weg gäbe, Gäste direkt zu erreichen – ohne für 15 bis 20 Prozent Provision abzugeben?
Genau hier setzt die Leadgenerierung im Hotel an. Statt nur auf spontane Buchungen über Online-Reiseportale zu hoffen, sammeln kluge Hoteliers gezielt Kontaktdaten von Interessenten. Eine E-Mail Adresse, ein Vorname, vielleicht die Information, ob jemand mit Kindern reist oder sich für Wellness interessiert – das reicht, um eine Beziehung aufzubauen. Mit einer durchdachten Hotel Newsletter Strategie können Sie diese Kontakte über Wochen und Monate hinweg mit relevanten Inhalten versorgen, Vertrauen schaffen und schließlich zur Direktbuchung führen.
Seit etwa 2018 beobachten wir im Online Marketing einen klaren Trend: Die Kosten für vergleichbare Google Ads und Social-Media-Werbung steigen kontinuierlich. Gleichzeitig wird jeder Website-Besucher, der ohne Kontaktdaten wieder verschwindet, zu einer verpassten Chance. Hotels, die heute in Leadgenerierung investieren, bauen sich einen größeren Kundenstamm auf – unabhängig von Algorithmus-Änderungen und Provisionsmodellen. Das Ergebnis: planbarere Auslastung, mehr Direktbuchungen und bessere Margen. Klingt gut? Dann lassen Sie uns gemeinsam anschauen, wie das konkret funktioniert.
Was bedeutet Leadgenerierung im Hotel konkret?
Ein Lead ist im Grunde nichts anderes als ein Interessent, der Ihnen freiwillig seine Kontaktdaten überlässt – mit dem Einverständnis, dass Sie ihn später informieren dürfen. Das unterscheidet Leads grundlegend von anonymen Website-Besuchern, die Ihre Seite anklicken und wieder verschwinden, oder von OTA-Buchungen, bei denen Sie die e mail des Gastes oft gar nicht oder nur eingeschränkt nutzen dürfen.
In der Hotellerie läuft Leadgenerierung typischerweise über verschiedene Kanäle: ein Newsletter-Formular auf der website, ein Pop-up mit einem attraktiven Download-Angebot oder eine digitale Anfrage für ein individuelles Angebot. Das Ziel ist immer dasselbe: den anonymen Besucher in einen identifizierbaren Kontakt zu verwandeln, mit dem Sie eine fortlaufende Kommunikation aufbauen können.
Wichtig dabei: Es geht nicht um Spam oder aggressive Werbung. Leadgenerierung funktioniert nur, wenn der Gast einen echten Mehrwert erhält und seine Daten freiwillig und DSGVO-konform (Double-Opt-in) hinterlässt. Konkrete Beispiele:
- E-Mail-Eintrag für einen saisonalen „Winter-Wellness-Guide 2026” mit Entspannungstipps
- Anmeldung zu einem Familien-Newsletter mit exklusiven Ferien-Angeboten
- Download einer Packliste für den Wanderurlaub
- Teilnahme an einem Gewinnspiel mit Übernachtungsgutschein
Storytelling-Beispiel: Vom kostenlosen Wanderguide zur Direktbuchung
Lassen Sie mich Ihnen eine Geschichte erzählen, die zeigt, wie Leadgenerierung in der Praxis funktioniert. Sie handelt vom fiktiven „Berghotel Sonnenblick” in Südtirol – einem familiengeführten 4-Sterne-Haus mit 45 Zimmern, das sich auf Aktivurlaub spezialisiert hat.
Der Wanderguide als Türöffner
Im Frühjahr 2025 beschließt die Gastgeberfamilie Müller, etwas Neues auszuprobieren. Statt nur auf Buchungsanfragen zu warten, erstellen sie einen 20-seitigen PDF-Wanderguide: „Die 12 schönsten Familienwanderungen rund um Meran – mit Höhenmetern, Gehzeiten und den besten Einkehrtipps vom Müller-Team”. Der Guide enthält echte Geheimtipps, persönliche Empfehlungen und praktische Infos wie Kinderwagentauglichkeit und Spielplätze am Weg.
Auf der Hotel Website entsteht eine eigene Landingpage. Besucher sehen ein ansprechendes Bild einer Berglandschaft, eine kurze Beschreibung des Guides und ein einfaches Formular: Vorname, e mail, Häkchen für die Einwilligung. Nach dem Klick auf „Jetzt kostenlos sichern” kommt eine Bestätigungs-E-Mail (Double-Opt-in), und Sekunden später landet der Guide im Postfach.
Die E-Mail-Sequenz, die Vertrauen aufbaut
Jetzt beginnt der eigentlich spannende Teil. In den folgenden zwei Wochen erhält jeder neue kontakt eine kleine E-Mail-Sequenz:
- Tag 2: Eine persönliche Nachricht von Seniorchef Hans Müller mit seinem Lieblingswanderweg und einem Foto vom Gipfelkreuz
- Tag 5: „3 typische Fehler bei der Urlaubsplanung in den Alpen – und wie Sie sie vermeiden”
- Tag 10: Ein konkretes Angebot für eine „Herbst-Auszeit 2026” mit Frühbucher-Vorteil und Link zur Buchungsseite
Wie aus Interesse eine Buchung wird
Familie Weber aus Nürnberg hat den Wanderguide im März 2025 heruntergeladen. Die Mutter plante ursprünglich nur, sich über Wandergebiete zu informieren. Doch die E-Mails waren so sympathisch geschrieben, die Tipps so nützlich, dass sie das unternehmen „Berghotel Sonnenblick” immer mehr ins Herz schloss. Als im Mai das Herbst-Angebot kam, war die Entscheidung leicht: fünf Nächte im Oktober, direkt über die Hotel-Website gebucht – ohne OTA, ohne Provision.
Was in diesem Beispiel im Hintergrund passiert
Während Familie Weber ihre Buchung abschließt, passiert im Hintergrund etwas Wichtiges: Das Berghotel hat nicht nur einen Gast gewonnen, sondern einen systematischen Prozess etabliert.
Mit jeder Anmeldung für den Wanderguide wächst die Gästedatenbank. Die Daten werden automatisch im E-Mail-Tool gespeichert und segmentiert – Wanderinteressierte hier, Wellness-Fans dort. Nach einem Jahr hat das Hotel über 800 qualifizierte leads von Menschen, die sich explizit für Aktivurlaub in Südtirol interessieren.
Die Vorteile dieser Struktur:
- Messbare Ergebnisse: Öffnungsraten, Klicks auf Angebotslinks, konkrete Buchungsanfragen – alles nachvollziehbar
- Keine zusätzlichen Werbekosten pro Kontakt nach der initialen Erfassung
- Einmal aufgesetzt, läuft die Automatisierung im Hintergrund weiter
- Mehr Planbarkeit für die Nebensaison durch gezielte Kampagnen
- Weniger Abhängigkeit von Buchungsportalen und deren Algorithmen
Die Customer Journey eines Hotelgastes: Drei Bewusstseinsstufen
Nicht jeder, der Ihre website besucht, ist schon bereit zu buchen. Manche träumen noch von einem Urlaub, ohne zu wissen, ob sie sich dieses Jahr überhaupt einen leisten können. Andere haben sich bereits für eine Reise entschieden, vergleichen aber noch zwischen Alpen und Nordsee. Und wieder andere wissen genau, dass sie nach Tirol wollen – nur welches Hotel es sein soll, steht noch offen.
Diese drei Bewusstseinsstufen zu verstehen, ist entscheidend für erfolgreiche Leadgenerierung. Denn für jede Stufe braucht es andere Inhalte, andere Argumente und andere Lead-Magnete.
Stufe 1: Der Gast weiß noch nicht, ob er überhaupt Urlaub machen soll
In dieser Phase befinden sich Menschen, die gestresst sind, die das Gefühl haben, keine Zeit zu haben, oder die unsicher sind, ob sich ein Kurzurlaub finanziell lohnt. Typische Gedanken:
- „Wir haben gerade so viel zu tun auf der Arbeit…”
- „Lohnt sich eine Woche Auszeit wirklich, oder ist danach alles noch stressiger?”
- „Können wir uns das überhaupt leisten?”
- „Was, wenn das Wetter schlecht wird?”
Für diese zielgruppe funktionieren Lead-Magnete, die Inspiration liefern und die bedürfnisse nach Erholung ansprechen – ohne sofort ein hotel zu verkaufen:
- Mini-Guide (PDF): „7 Gründe, warum eine kurze Auszeit im Herbst 2025 mehr bringt als ein langer Sommerurlaub”
- Entspannungs-Newsletter: Einmal im Monat Achtsamkeitstipps, Rezepte und kleine Auszeiten-Ideen vom Spa-Team
Solche Inhalte zeigen, dass Ihr Hotel die Lebenssituation der Menschen versteht. Sie verkaufen nicht, Sie helfen. Am Ende des Guides kann ein dezenter Verweis auf passende Arrangements stehen – „Übrigens: Unsere Wellness-Wochenenden ab 2 Nächten sind genau für solche Kurzauszeiten gedacht.”
Stufe 2: Urlaub steht fest, aber die Region ist noch offen
Hier vergleichen Interessenten aktiv verschiedene Ziele. Ein Paar überlegt im Februar 2026: Sollen wir an den Gardasee, in die Alpen oder doch an die Ostsee? Typische Fragen in dieser Phase:
- „Wo ist es im Mai wetterstabil?”
- „Was können wir mit Kindern unternehmen?”
- „Wo bekommen wir am meisten Erlebnis für unser Budget?”
Lead-Magnete für diese Stufe positionieren Ihre Region als ideales Ziel:
- Vergleichsratgeber: „Berge vs. Meer – welche Urlaubsregion passt 2026 zu dir?” mit ehrlichen Pros & Contras
- Insider-Guide Ihrer Region: Konkrete Tipps zu Wanderwegen, Cafés, Badeseen, Kulturhighlights – von echten Einheimischen geschrieben
Der Trick: Diese Inhalte informieren neutral und hilfreich, aber die authentischen Empfehlungen Ihres Teams lassen durchscheinen, warum genau diese Region besonders ist. Die E-Mail-Folgekommunikation kann dann saisonale Inspirationen, Veranstaltungshinweise und Anreisetipps enthalten.
Stufe 3: Region steht fest – die Wahl des Hotels
Jetzt wird es konkret. Der Gast hat sich für den Bodensee entschieden und vergleicht fünf bis sieben Hotels auf Google, Booking und Instagram. Die Hürden in dieser Phase:
- Preisvergleich: „Ist das Preis-Leistungs-Verhältnis fair?”
- Vertrauen: „Stimmen die Bewertungen wirklich?”
- Inklusivleistungen: „Was ist eigentlich alles dabei?”
- Familienfreundlichkeit: „Gibt es Kinderbetreuung?”
- Flexibilität: „Was passiert, wenn wir stornieren müssen?”
Lead-Magnete für diese Phase bauen Vertrauen auf und differenzieren Sie vom Wettbewerb:
- Checkliste: „Welches Hotel passt wirklich zu mir?” mit Kriterien wie Lage, Ausstattung, Verpflegung, Kinderbetreuung
- Exklusive Vorteilsliste für Direktbucher: Late Check-out, kostenloser Parkplatz, Willkommens-Prosecco – nur für Newsletter-Abonnenten
Die E-Mail-Kommunikation in dieser Phase sollte sehr konkret sein: Bilder der Zimmer, transparente Beispielpreise, klare Call-to-Actions zur Direktbuchung. Hier geht es darum, die letzten Zweifel auszuräumen.
Konkrete Lead-Magnet-Ideen für Hotels
Lead-Magnete sind im Grunde „Geschenke”, die Sie im Tausch gegen Kontaktdaten anbieten. Sie sollten digital und leicht automatisierbar sein – einmal erstellt, arbeiten sie für Sie weiter. Hier sind bewährte Ideen für verschiedene Hoteltypen:
Lead-Magnete sind spezielle Inhalte oder Angebote, die Sie potenziellen Gästen im Austausch für ihre Kontaktdaten anbieten. Je nach Hoteltyp und Zielgruppe eignen sich unterschiedliche Lead-Magnete besonders gut:
- Ein Wanderguide mit regionalen Touren eignet sich hervorragend für Wanderhotels und Berghotels, da er lokale Expertise zeigt und echten Mehrwert für Aktivurlauber bietet.
- Wellness-Ratgeber, wie etwa „7 Rituale für ein starkes Immunsystem“, passen gut zu Wellnesshotels und Spa-Resorts. Sie positionieren das Hotel als Gesundheitsexperten und wecken die Sehnsucht nach Entspannung.
- Für Familienhotels ist eine Familien-Packliste („Was wir im Kinderhotel wirklich brauchen“) ideal, da sie ein konkretes Problem löst und Verständnis für Eltern zeigt.
- Saisonale Guides, beispielsweise zu Adventsmärkten oder Sommer-Events, sind besonders für Stadthotels und Boutique-Hotels geeignet, da sie aktuell und zeitlich relevant sind und hohe Öffnungsraten erzielen.
- Gourmethotels und Landhotels profitieren von einem Kulinarik-Guide mit Rezepten des Küchenchefs oder Weinempfehlungen, der eine emotionale Verbindung über Genuss schafft und gerne von Gästen geteilt wird.
- Ein regionaler Event-Kalender ist für alle Hoteltypen nützlich, da er praktischen Nutzen bietet und das Hotel als lokalen Insider positioniert.
- Ein Newsletter mit exklusiven Vorteilen für Direktbucher spricht alle Hoteltypen an, da er einen klaren finanziellen Anreiz bietet und direkte Buchungen fördert.
Diese Inhalte können als PDF, mehrteilige E-Mail-Serie oder sogar als kurze Video-Reihe umgesetzt werden – je nachdem, welche Ressourcen Sie im Haus haben. Wichtig ist nur: Der Inhalt muss echten Mehrwert bieten, nicht nur eine verkappte Werbebroschüre sein.
Diese Inhalte können als PDF, mehrteilige E-Mail-Serie oder sogar als kurze Video-Reihe umgesetzt werden – je nachdem, welche Ressourcen Sie im Haus haben. Wichtig ist nur: Der Inhalt muss echten Mehrwert bieten, nicht nur eine verkappte Werbebroschüre sein.
Wie Hotels gewonnene Leads richtig nutzen
Kontaktdaten zu sammeln ist erst der Anfang. Der eigentliche erfolg entsteht durch systematische Nachverfolgung – im marketing spricht man von „Lead Nurturing”. Die gute Nachricht: Auch kleine Betriebe können mit einfachen Tools wie Mailchimp, CleverReach oder Brevo (ehemals Sendinblue) starten. Sie brauchen keine eigene IT-Abteilung und keine agentur für den Einstieg.
E-Mail-Sequenzen: Vom ersten Kontakt zur Buchungsanfrage
Eine E-Mail-Sequenz ist eine vordefinierte Reihe von E-Mails, die nach der Anmeldung automatisch versendet wird. Der Vorteil: Sie schreiben die Inhalte einmal, und danach läuft alles im Hintergrund.
Ein konkretes Beispiel für einen Wanderguide-Lead:
Tag 0: Eine Dankesmail mit dem Download-Link zum Guide wird versendet, um die Erwartung des Gastes zu erfüllen und Vertrauen zu schaffen.
Tag 2: Es folgt eine persönliche Geschichte des Hauses, in der die Gastgeberfamilie, ihre Geschichte seit 1988 und ihre Werte vorgestellt werden, um eine persönliche Verbindung aufzubauen.
Tag 5: Danach erhalten die Interessenten Aktivitätentipps für die Region, ergänzt durch Fotos, die Vorfreude wecken und die Kompetenz des Hotels zeigen.
Tag 8: Schließlich wird ein unaufdringliches Angebot mit einem Link zur Angebotsseite verschickt, um die Konversion zu ermöglichen.
Drei bis fünf E-Mails über zwei bis drei Wochen sind ein guter Richtwert – genug, um Beziehung aufzubauen, aber nicht so viel, dass es nervt. Jede Mail sollte einen klaren Nutzen haben: einen Tipp, eine Inspiration, eine Info. Nicht nur verkauf.
Storytelling statt nur Angebotstabellen
Menschen erinnern sich an Geschichten, nicht an Preislisten. Wenn Ihre Newsletter nur aus „Angebot der Woche: DZ ab 129 €” bestehen, landen Sie schnell im Spam-Ordner – oder werden ignoriert.
Bessere Alternativen:
- Mitarbeiter-Porträt: Stellen Sie Ihren Wanderführer Martin vor, der seit 15 Jahren die Berge kennt und seinen Geheimtipp verrät
- Stammgast-Geschichte: Erzählen Sie (anonymisiert) von Familie Schmidt, die seit 2012 jedes Jahr kommt – und warum
- Ein Tag im Hotel: Beschreiben Sie den Ablauf vom Frühstück auf der Sonnenterrasse bis zum Sundowner an der Hotelbar
Ein bis zwei gute Bilder pro E-Mail (Frühstücksbuffet, Spa-Bereich, Bergpanorama) verstärken die Emotionen. Formulieren Sie persönlich, nutzen Sie die Ich-Perspektive des Gastgebers: „Ich freue mich, wenn ich Ihnen heute…” wirkt wärmer als anonyme Hoteltexte.
Nutzen klar kommunizieren – nicht nur Preise und Rabatte
Viele Hotels verfallen in einen Preiskampf: „20% Rabatt”, „Last-Minute-Schnäppchen”, „Buchen Sie jetzt und sparen Sie”. Das Problem: Sie ziehen damit vor allem Schnäppchenjäger an, die beim nächsten günstigeren Angebot wieder weg sind.
Stattdessen: Kommunizieren Sie den Nutzen Ihres Angebots.
Statt einfacher Preisangaben wie „Doppelzimmer ab 129 €“ sollten Sie emotionale und ansprechende Formulierungen verwenden, die den Nutzen und das Erlebnis hervorheben. Zum Beispiel: „Aufwachen mit Bergblick – in 2 Minuten am See“. Statt „Familienpaket buchen“ kann man sagen: „Kinderbetreuung täglich 9–18 Uhr inklusive – Zeit für Sie als Paar“. Und anstelle von „Jetzt buchen“ empfiehlt sich eine vertrauensbildende Aussage wie: „100% flexible Stornierung bis 7 Tage vorher – kein Risiko für Sie“. Solche Formulierungen sprechen die Gefühle und Bedürfnisse der Gäste an und fördern die Buchungsbereitschaft.
Nutzen kann auch emotional sein: Ruhe, Entschleunigung, Gemeinsamkeit mit der Familie, regionale Authentizität. In jeder E-Mail maximal ein bis zwei Hauptvorteile hervorheben – nicht alles auf einmal.
Automatisierung: Wie Hotels Zeit sparen und trotzdem persönlich bleiben
Automatisierung klingt nach Großkonzern und IT-Abteilung, ist aber auch für kleine hotels machbar. Es bedeutet einfach: Einmal aufgesetzte Abläufe laufen im Hintergrund weiter.
Beispiele für automatisierte Prozesse:
- Willkommens-Serie: Nach Newsletter-Anmeldung starten automatisch 3–5 E-Mails
- Erinnerung bei Warenkorbabbruch: Gast hat Anfrage nicht abgeschlossen? Nach 3 Tagen freundliche Nachfrage
- Jahrestags-Trigger: „Ihr letzter Aufenthalt bei uns war vor genau einem Jahr – wie wäre es mit einer Wiederholung?”
- Saisonale Kampagnen: Automatischer Versand des Herbst-Newsletters an alle Wanderinteressenten im September
Wichtig: Die Automatisierung übernimmt den Versand, aber die Inhalte sollten persönlich geschrieben sein. Unterzeichnen Sie mit echtem Namen, fügen Sie ein Foto des Gastgebers ein. So bleibt die menschliche Note erhalten.
Best Practices & typische Fehler bei der Leadgenerierung im Hotel
Die meisten Hotels scheitern nicht an der Technik, sondern an zu aggressiver Werbung, fehlendem Mehrwert oder unklaren Prozessen. Hier die wichtigsten Erfolgsfaktoren – und die häufigsten Stolpersteine.
Best Practices für mehr leads:
- Klarer Call-to-Action auf der website: „Jetzt Wanderguide 2025 kostenlos sichern” statt nur „Newsletter abonnieren”
- Sichtbare Platzierung der Anmeldung: Startseite, Blog, Footer, dezentes Pop-up nach 30 Sekunden
- Ein Lead-Magnet pro Zielgruppe: Familien bekommen die Packliste, Paare den Romantik-Guide, Aktivurlauber den Wanderführer
- Schnelle Lieferung: Der Download muss sofort kommen, nicht erst nach Stunden
Typische Fehler, die conversion raten ruinieren:
- Nur „Abonnieren Sie unseren Newsletter” ohne konkreten Vorteil – warum sollte jemand das tun?
- Zu viele E-Mails in kurzer Zeit, aggressive Rabattschlachten, ständige „Letzte Chance!”-Betreffzeilen
- Kein Tracking: Wer nicht misst, kann nicht optimieren – Öffnungsraten und Klicks beobachten!
Abschluss: Kontaktdaten + Vertrauen + Beziehung = mehr Buchungen
Leadgenerierung in der Hotellerie besteht im Kern aus drei Bausteinen: Erstens sammeln Sie Kontaktdaten von Interessenten, die sich für Ihr Angebot interessieren. Zweitens bauen Sie durch wertvolle Inhalte, Geschichten und echten Mehrwert Vertrauen auf. Und drittens pflegen Sie diese Beziehungen über Wochen und Monate, bis aus einem anonymen Website-Besucher ein buchender Gast wird – und im besten Fall ein Stammgast.
Erinnern Sie sich an das Berghotel Sonnenblick? Die Gastgeberfamilie Müller hat mit einem einfachen PDF-Wanderguide begonnen. Keine komplizierte Software, keine monatelange Zusammenarbeit mit Technikexperten. Ein guter Inhalt, eine Landingpage, eine kurze E-Mail-Sequenz. Aus diesem einen Schritte entstanden hunderte qualifizierte Kontakte – Menschen, die das hotel kennen, mögen und ihm vertrauen.
Denn eines ist sicher: Hotels, die ihre Leads pflegen, füllen ihre Zimmer zunehmend mit Stammgästen und Direktbuchern. Mit Menschen, die wiederkommen, die weiterempfehlen, die nicht beim ersten günstigeren Angebot zur Konkurrenz wechseln. Das ist der unterschied zwischen einem Hotel, das vom Markt getrieben wird – und einem, das seinen eigenen Umsatz aktiv gestaltet.
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Dann kontaktieren Sie uns gerne. Wir freuen uns darauf, Sie persönlich kennenzulernen.

